Dieser Beitrag wurde im Jahre 2001
im Rahmen des Wettbewerbes "Alles was Recht ist" des Thüringer
Justizministeriums
erstellt von Schülerinnen und Schülern der Regelschule 8 Erfurt
(Klassenstufe 9) erstellt. |
Alles
was Recht ist...
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Ein Beitrag der Klasse 9a
(HS) der Regelschule 8 Erfurt
Mitwirkende:
12 Schüler/innen
1 Lehrerin
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Wir sind Hauptschüler einer
9. Klasse einer Thüringer Regelschule und entschieden uns zur Teilnahme
am Wettbewerb. Anlass dafür waren und sind intensive Auseinandersetzungen
mit dieser Thematik im Unterricht der Klassen 8 und 9, besonders im Fach
Deutsch.
In Klasse 8, worauf sich auch unsere Geschichte bezieht, wurde deutlich,
wie groß die Gewaltbereitschaft innerhalb der Klasse gegenüber
schwächeren Mitschülern ist.
In unserem Beispiel, natürlich mit anderen Personen und veränderten
Namen versuchten wir die Ereignisse mit Fotos nachzustellen.
Solche Situationen waren beispielsweise die Forderung nach
Unterrichtsmaterialien wie Lineal, Stifte, vergessenes Buch, Hausaufgaben,
der Herausgabe des Frühstücks bis zum Tragen der Schultasche.
Schließlich steigerte sich das Ganze durch das Erzwingen bereitgestellter
Zigaretten. Als Spaß wurde der betreffende Mitschüler von den drei
"Hauptakteuren" sogar mit Pflaster an den Füßen und Händen
gefesselt und der Mund zugeklebt.
Man setzte ihn dann auf die Toilette und wartete bis er vom Lehrer
vermisst wurde, der ihn dann auch aus seiner misslichen Lage befreite.
Das stellte dann den Höhepunkt alles bisher Gewesenen dar und endete mit
einer Schulstrafe, die Anlass für Diskussionen und damit auch für diese
Fotogeschichte gab.
Die Schulstrafe lautete vier Wochen Ausschluss vom Unterricht mit der
Auflage, den versäumten Unterrichtsstoff und Hausaufgaben nachzuholen.
Ist das eine Strafe?
Werden schulische Aufgaben in dieser Zeit allein bewältigt?
Besorgen sich solche Schüler überhaupt schulische Aufgaben oder gehen
sie lieber das Risiko schlechter Noten ein und nutzen die Zeit als
Freizeit, als Ferien, wo sie sich vielleicht in der Gemeinsamkeit neue
Dummheiten überlegen?
Ist diese Schulstrafe gegenüber den Anderen gerecht?
Unsere Geschichte soll anregen zur Diskussion.
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Ein ganz normaler Schultag
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Fragen
stellen sich:
Wie kann man Jungs wie Ronny, Torsten und Michael bestrafen, die
schwächere Mitschüler anpöbeln, Gewalt androhen und erpressen?
Eine derzeitige Schulstrafmaßnahme ist für eine bestimmte Zeit der
Ausschluss von der Schule.
Wir stellen die Maßnahme in Frage und meinen, dass es bessere Lösungen
gibt.
Am Besten wäre es, wenn es durch den Zusammenhalt der Mehrheit gelöst
würde. |
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Bewertungen hierzu:
aus strafrechtlicher Sicht
und aus schulrechtlicher Sicht.
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